Arthrose beim Hund: 10 Anzeichen und was du dagegen tun kannst

Bild mit einem alten Hund zum Thema Arthrose beim Hund

An der Tür klingeln die Symptome der Arthrose nicht. Sie schleichen sich über einen längeren Zeitraum an.

In diesem Blogpost erfahrt Ihr, wie Ihr Eurem Hund bei Symptomen der Arthrose helfen könnt. Aber zunächst einmal, wie Ihr sie erkennt.

Arthrose beim Hund – wie erkenne ich es?

  • Der Vierbeiner steht schwer auf und legt sich mühsam hin.
  • Der Hund wirkt steif.
  • Das Treppensteigen oder ins Auto springen wird mühsamer.
  • Der Hund lahmt nach Spaziergängen.
  • Der Vierbeiner spielt nicht mehr so aktiv.
  • Beim Spaziergehen wird er langsamer und benötigt mehr Pausen.
  • Der Bewegungsdrang und die Freude am Bewegen lässt nach.
  • Der Hund reagiert empfindlich bei Berührungen der betroffenen Gelenke.
  • Das Gelenk ist sichtbar verdickt.
  • Der Hund beißt sich an der schmerzenden Stelle.

Arthrose beim Hund trifft alle Gelenke, es sind allerdings eher die Gelenke mit der größten Belastung wie Beine, Knie, Hüfte oder Ellenbogen betroffen.

Tanis wirkt etwas steif und läuft deutlich langsamer. Er hat Mühe beim Aufstehen und Hinlegen und insgesamt bei Sprüngen oder dem Treppensteigen.

Unser Tierarzt sagt, dass Tanis noch in sehr guter Verfassung ist für sein Alter. Er hat keine Medikamente verschrieben, uns aber einige, sehr gute Tipps (sie kommen weiter unten im Text) gegeben, wie wir Tanis den Alltag erleichtern können.

Wie sagte der Tierarzt so schön treffend: „Ihre Oma hetzen Sie ja och nich über die Straße, wa!“

Foto mit einem übergewichtigem Mops zum Thema Arthrose beim Hund

Wie kann ich meinem Hund helfen?

1. Übergewicht vermeiden

Übergewicht schadet den Gelenken und begünstigt Arthrose. Daher ist eine Gewichtsabnahme und regelmäßige -kontrolle wichtig.

Foto mit einem Golden Retriever beim Üben auf einem Balance Kissen zum Thema Arthrose beim Hund

2. Muskelaufbau und Bewegung

Muskeln stützen die Gelenke. Jeden Tag ein paar Übungen mit dem Hund zu absolvieren, ist super wichtig und sinnvoll.

In dem Blogbeitrag „Muskelaufbau beim Hund“ und „Isometrische Übungen beim Hund“ beschreibe ich Übungen, mit denen wir in wenigen Wochen mehr Stabilität und Muskelkraft bei Tanis antrainieren konnten.

Ganz nach dem Motto „wer rastet, der rostet“ gehen wir mit Tanis weiterhin ausführliche Gassirunden und durchaus auch etwas schnelleren Schrittes. Langsames Traben ist absolut okay, sagt unser Tierarzt. Die Sprints und das wilde Toben lassen wir allerdings bleiben.

Ein weiterer Tipp: lasst Eure Vierbeiner schwimmen! Schwimmen hilft, Muskelmasse aufzubauen und wirkt gleichzeitig gelenkschonend.

Bild mit einem alten Golden Retriever auf einer Wiese zum Thema Arthrose beim Hund

3. Schonender Untergrund

Felder und Wiesen federn das Laufen besser ab. Daher der Tipp, das Laufen auf asphaltierten Straßen zu reduzieren.

Um Liegeschwielen zu vermeiden und den Druck von den Gelenken zu nehmen, macht es Sinn, den Schlafplatz des Hundes mit Decken oder Kissen auszulegen.

4. Alltagshilfen verwenden

Wir helfen Tanis mittlerweile ins Auto, auf das Sofa oder ins Bett. Eine Rampe wie diese coole Trixie Klapp-Rampe* ist auch ein tolles Hilfsmittel.

Ein Foto mit einem Golden Retriever mit Anti Rutsch Socken zum Thema Arthrose beim Hund

Da Tanis nicht mehr gut auf rutschigen Böden laufen kann, zieht er zuhause auf unserem Laminatboden Anti-Rutsch-Socken für Hunde an. In dem Blogbeitrag „Anti Rutsch Socken für Hunde“ berichte ich darüber. Die Socken halten nicht ewig, helfen Tanis dennoch sehr, sich wieder frei und sicher zuhause zu bewegen.

5. Nahrungsergänzungsmittel

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren in Lachsöl helfen dabei, Gelenksentzündungen vorzubeugen. Ihr findet sie häufig in Senioren Hundefutter, welches wir auch Tanis verfüttern.

Lachsöl enthält Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Und diese produzieren wir leider nicht selber. Deswegen ist es ganz wichtig, sie über Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen.

Omega-3-Fettsäuren haben entzündungshemmende Eigenschaften, reduzieren Feuchtigkeitsverluste und wirken sich positiv auf das Gehirn aus. Sie helfen bei Herzerkrankungen, unterstützen das Immunsystem und senken den Cholesterinspiegel. Die können echt was!

Produkt & Dosierung

Wer seinem Vierbeiner kein Hundefutter mit Omega-3 Fettsäuren gibt, kann auf natürliche Ergänzungsmittel zurückgreifen. Omega-3 Lachsöl von AniForte* beispielsweise wird zum täglichen Futter hinzugemischt. Alternativ gibt es auch Omega-3 Lachsöl Kapseln*.

Für die meisten Hunde ist Lachsöl sehr gut verträglich. Es kommt wie immer auf die richtige Dosierung an. Wenn Euer Hund weichen Stuhl, Gewichtszunahme oder auch Bauchweh und Blähungen bekommt, bitte das Lachsöl absetzen oder den Tierarzt fragen.

Grünlippmuschel-Pulver

Grünlippmuschel-Pulver hilft gleich auf zweierlei Weise: Das enthaltene Chondroitinsulfat gilt als natürlicher Bestandteil des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Es wirkt als Gleitfilm für die Gelenke deren Verschleiß entgegen. Neben Chondroinsulfat liefert die Grünlippmuschel auch Omega-3-Fettsäuren.

Grünlippmuscheln sind eine Miesmuschelart, die an der Küstenregion Neuseelands vorkommt.

Die Grünlippmuschel kann besonders bei Gelenk- Knorpel- und Bindegewebserkrankungen dabei helfen, den Körper den Hundes regenerieren zu lassen und zur Linderung beitragen.

Produkt & Dosierung

Das Grünlippmuschel-Pulver von AniForte* wird zusammen mit dem täglichen Futter vermischt und als Kur für 6-8 Wochen gegeben. Er ist gut verträglich. Tanis hat es sehr gut angenommen. 

Manche Hunde mögen den Geschmack nicht. In dem Fall lässt sich problemlos auf Tabletten zurück greifen.

Grünlippmuschel-Pulver ergänzt sich sehr gut als Kur mit der Teufelskralle, unser nächster Tipp.

Foto mit einem Golden Retriever und einem Mittel gegen Arthrose zum Thema Arthrose beim Hund

Teufelskralle

Die Teufelskralle hat eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung und wird bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt. Ihr werden auch blutverdünnende und abschwellende Eigenschaften zugeschrieben.

Die Heilpflanze stammt aus Afrika und wird getrocknet zu einem Pulver zerstoßen und gibt es aus als Tabletten oder Salbe.

Durch die Behandlung mit Teufelskralle kann eine Arthrose beim Hund verbessert werden. Das Gelenk bleibt beweglich, und die Entzündung wird bekämpft.

Wichtig ist, dass Ihr das Gelenk nicht zu sehr belastet, aber auch nicht zu stark schont. Ansonsten kommt es womöglich zu Fehlbelastung anderer Gelenke.

Produkt & Dosierung

Das Pulver (wie beispielsweise das Gelenk Aktiv von AniForte*) wird zusammen mit dem täglichen Futter vermischt und als Kur für 6-8 Wochen gegeben. Er ist gut verträglich, riecht allerdings etwas streng.

Teufelskralle – Grünlippmuschel Kur

Teufelskralle ergänzt sich super mit dem Grünlippmuschel-Pulver. Wir geben Tanis einmal pro Jahr oder je nach Bedarf zuerst das eine Mittel und dann das anderen Mittel als Kur.

Sowohl bei der Teufelskralle als auch bei der Grünlippmuschel ist es wichtig zu wissen, dass die Wirkung nicht sofort eintritt. Es dauert ein bisschen, bis sich die ersten Effekte zeigen.

Schmerztherapie / Medikamente

Medikamente und/oder eine Schmerztherapie sind bei manchen Hunden zur Schmerzlinderung oder Beschwerdefreiheit unumgänglich. Der Tierarzt ist in diesem Fall der perfekte Ansprechpartner und verfügt über eine große Auswahl an Therapiemöglichkeiten.

Fazit

  • Arthrose kommt schleichend und zeigt vor allem bei Tätigkeiten, bei denen die Gelenke besonders gefordert werden Übergewicht, eine falsche Ernährung und andere Faktoren schädigen die Gelenke des Hundes
  • Wir verbessern die Lebensqualität des Hundes mit der Vergabe von Omega-3 Fettsäuren, Teufelskralle und Grünlippmuschelpulver als Kur
  • In akuten Fällen ist eine Behandlung beim Tierarzt unumgänglich

Hat Euer Hund auch solche körperlichen Leiden?

Hast Du noch weitere Tipps und Erfahrungen zum Thema Arthrose beim Hund? Teile sie gerne mit uns, so dass alle profitieren können. Ich freue mich über einen Kommentar unter dem Beitrag.

Alles Liebe, Tanja

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