Wie 5 isometrische Übungen beim Hund ein kleines Fitness-Wunder bewirken

Ein Bild mit Händen, die auf den Schulterblättern eines Golden Retrievers liegen

Ihr hättet Tanis sehen sollen: beim schwungvollen Herunterspringen vom Bürgersteig oder bei einem abrupten Stopp aus dem Trabgang heraus knickte er mit den Hinterbeinen regelmässig ein! Eine größere Stufe hochspringen ging auch nicht. Er hatte einfach keine Power in den Beinen!

Dabei ist die allgemeine Fitness und ein gesunder Muskelaufbau nicht nur bei alten oder kranken Hunden wichtig, sondern auch bei jungen und gesunden Vierbeinern!

Im meinem Beitrag „Muskelaufbau beim Hund“ habe ich Euch bereits unser Balance Kissen* – den zweiten Bestandteil unseres kleinen Fitness-Wunder-Trainings – vorgestellt. In dem heutigen Beitrag zeige ich Euch weiter unter auf der Seite 5 großartige und einfache Übungen zum Muskelaufbau – sogenannte isometrische Übungen beim Hund.

Isometrische Übungen beim Hund – was ist das?

Isometrische Übungen beim Hund werden für den Muskelaufbau und somit für eine bessere Stabilität im Körper, besonders der Gliedmaßen, eingesetzt. Das Besondere ist, dass der Hund die Muskeln anspannt, ohne das Gelenk zu bewegen.

Es ist eine Art des Krafttrainings, bei dem wir als Hundehalter einen leichten Druck auf den Hund an verschiedenen Körperpositionen ausüben. Der Hund gibt einen automatischen Muskelwiderstand, was den Muskelaufbau fördert.

Trainingseinheiten mit kurzen Zeitintervallen

Wichtig ist, dass der Hund gesund ist und im besten Fall vorher von einem Arzt durchgecheckt wurde. Bei Welpen ist übrigens von Krafttraining abzusehen, da sie noch im Wachstum sind.

Obwohl die Übungen sehr einfach sind, ist ein langsamer Einstieg und Anstieg der Übungen ratsam.

Die ersten Zeitintervalle haben wir mit 3-5 Sekunden à 3 Wiederholungen gestartet und uns stetig gesteigert. Mittlerweile sind wir bei 10-12 Sekunden à 3-5 Wiederholungen.

Trainingstipps

Es dauert ein bisschen, bis der Hund versteht, dass er die Muskeln anspannen und trotzdem still stehen soll. Bitte habt anfangs ein wenig Geduld :)

Bei Tanis klappen die Übungen sehr gut, aber jeder Hund ist anders. Ihr kennt Euren Hund und merkt sicherlich, wenn ihm die ein oder andere Übung nicht behagt.

Es gibt auch Hunde, die nicht gerne angefasst werden. In dem Fall ist es sinnvoll, ein positives Markersignal vorher einzuführen und zu üben. Auf dem Blog https://bettina-haas.com/also-doch-mit-druck-isometrische-uebungen/ wird die Vorgehensweise sehr gut beschrieben.

Eine wichtige Regel

Der Hund sollte während der Übung eine gerade, stehende Position haben. Wenn er aus dieser Position ausbricht, gebt Ihr zu viel Druck. Bitte reduziert in dem Fall dann Euren Druck.

Beispiel: wenn Ihr hinter Eurem stehenden Hund kniet und mit der linken Hand Druck auf die Hüfte ausübt, darf seine Hüfte nicht extrem nach rechts „ausscheren“. Gebt bitte nur so viel Druck auf die Hüfte, dass Euer Hund die gerade, stehende Position nicht verliert.

Übungen für die Hinterbeine

Die folgenden 4 Übungen wirken speziell auf die Hinterläufe und bauen die Stützmuskulatur auf. Sie sind lediglich Anregungen und Beispiele zum Muskelaufbau.

Ein Bild mit Händen, die auf den Hüften eines Golden Retrievers liegen

Übung 1

Ihr kniet hinter Euren stehenden Hund und legt Eure Hände auf die Oberschenkel-Außenseite.

Nun zieht Ihr den Hund zu Euch. Sobald Euer Hund Widerstand gibt, hört Ihr auf zu ziehen, haltet die Position und zählt (beispielsweise) 3-5 Sekunden.

Danach könnt Ihr den Druck langsam reduzieren.

Ein Bild mit Händen, die auf den Hüften eines Golden Retrievers liegen

Übung 2

Ihr kniet hinter Eurem stehenden Hund. Nun legt Ihr Eure Hände seitlich auf den Oberschenkel bzw. die Hüfte Eures Hundes. Mit einer Hand übt Ihr leichten Druck, so dass Euer Hund die Muskulatur anspannt.

Nun haltet Ihr den Druck und lockert langsam wieder nach 3-5 Sekunden.

Die Übung wird nun auf der anderen Seite wiederholt.

Ein Bild mit Händen, die an den Innenschenkeln eines Golden Retrievers liegen

Übung 3

Ihr kniet hinter Eurem stehenden Hund. Eine Hand legt Ihr an die Oberschenkel Innenseite. Jetzt drückt Ihr vorsichtig den Oberschenkel nach außen. Bei Widerstand behaltet Ihr den Druck und lasst nach ein paar Sekunden locker. Gleiches gilt für die andere Seite.

Ein Bild mit Händen, die einen Golden Retriever berühren

Übung 4

Langer Rückenmuskel Eine Hand liegt auf dem Schulterblatt des Hundes, die andere liegt auf dem gegenüberliegenden Hüftbereich. Es wird ein sanfter Druck mit beiden Händen gleichzeitig ausgeübt, sodass der Hund seine Rückenmuskulatur anspannt. Dies nach 10-12 Sekunden wieder lösen.

Ein Bild mit Händen, die auf den Schulterblättern eines Golden Retrievers liegen

Übung 5

Wer die Vorderhand ebenfalls trainieren will, kann dies genauso machen wie in Übung 1. Die Hände werden anstatt auf die Hüfte nun auf die Schulterblätter des Hundes gelegt.

Nach dem Training – Hanfprotein

Da wir selbst auch viel Sport machen und nach unseren Trainingseinheiten Hanfprotein nehme, erhält Tanis nach seinen Trainingseinheiten ebenfalls Hanfprotein für Hunde*. Für alle, die Hanfprotein nicht kennen, meiner Meinung nach ist es ein kleines Wundermittel – wieder einmal, weil wir es in diesem Beitrag ja schon von „Wundern“ hatten :)

Warum Hanfprotein?

Für alle, die Hanfprotein nicht kennen, hier die größten Vorteile:

  • Hanf wirkt sich positiv auf den Bewegungsapparat aus und stabilisiert das Bindegewebe
  • Hanf stärkt den Aufbau von Muskeln und verbessert die Beweglichkeit
  • Hanf fördert die Energie und Vitalität

Aber Hanf kann tatsächlich noch mehr! Es enthält wichtige essentielle Fettsäuren Omega 3, 6 und 9, viele Antioxidantien und Vitamine (E, B2) und wirkt sich positiv auf die Augen, Haut und Verdauung aus. Es stärkt das Immunsystem und fördert die Entgiftung. Hanf ist gut gegen Stress und reguliert den Hormonhaushalt.

Hanfprotein – eine Droge?

Wer glaubt, dass der Hund durch Hanf bekifft in der Ecke liegt, ist absolut auf dem falschen Dampfer :) Damit das passiert, müsste der Hund kistenweise Hanf auf einmal zu sich nehmen.

Hanfprotein – Anwendung

Hanfprotein ist ein Pulver und wird als Ergänzungsfutter unter das Futter gemischt.

Fazit

Noch einmal das Wichtigste zusammengefasst:

  • Allgemeine Fitness und Muskelaufbau ist für alle Hunde wichtig
  • Isometrische Übungen beim Hund bauen die Muskeln in den Gliedmaßen auf und stabilisieren sie mittels Druck und Muskelwiderstand
  • Kleine Übungseinheiten mit kurzen Zeitintervallen reichen aus und werden langsam mit Bedacht gesteigert
  • Hanfprotein unterstützt den Muskelaufbau und die Beweglichkeit

Tanis machte bereits nach kurzer Zeit einen deutlich stabileren und kraftvolleren Eindruck. Zusammen mit den Übungen auf dem Balance Kissen* haben wir seine Muskelkraft auch im Alter (er ist immerhin schon 12 Jahre!) gut aufgebaut und ihm seine Muskelkraft zurück gegeben. Ich hätte es um ehrlich zu sein nicht gedacht – daher für mich ein kleines Fitness-Wunder!

Kennt Ihr isometrische Übungen beim Hund? Habt Ihr noch Tipps und Anregungen, die ich in den Beitrag aufnehmen könnte? Mich interessieren Eure Erfahrungen sehr!

Alles Liebe, Tanja

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