Hundehalter untereinander: seid netter zueinander!

Ein Bild mit zwei streitenden Hunden an der Leine

Paläontologen haben festgestellt, dass 5 von 6 Menschengatten auf der Erde gleichzeitig gelebt haben. Auch die 4 übrigen Menschengattungen waren wie der Homo sapiens sehr gut an ihre Umwelt angepasst.

Gemäß Knochenfunde des Neandertalers lässt sich sogar darauf schließen, dass der Neandertaler ein größeres Gehirn hatte als der Homo sapiens und vermutlich intelligenter war als wir. Wissenschaftler glauben auch, dass der Neandertaler weit friedliebender war als der Homo sapiens.

Es hieß immer, dass widrige Lebensumstände für das Aussterben der anderen Menschengattungen gesorgt hatten. Mittlerweile gehen Wissenschaftler aber davon aus, dass der Homo sapiens aufgrund seiner angeborenen Gewalttätigkeit (aufgrund des angeborenen, instinktiven Neid-, Habgier-, Revierverhalten) alle anderen Menschengattungen ausgerottet hat.

Auf das moderne Leben jetzt projiziert, wundert es dann nicht, dass wir – der Homo sapiens – uns gegen die eigene Gattung stellen. Nur weil andere Völker eine andere Hautfarbe, eine andere Religion oder andere Moralvorstellungen haben. In der Tierwelt gibt es das nicht.

Hundehalter untereinander: ein großes Gegeneinander

Auf meinen Alltag übertragen, erkenne ich mich und andere Hundehalter absolut wieder. Gerade das Hundehalter Dasein fordert mich doch immer wieder (Beitrag „8 Gründe gegen das Hundehalter Dasein“). Nicht die Tatsache, dass Tanis bei mir ist, sondern das Drumherum. Das Verhalten der Hundehalter untereinander! Diese fehlende Rücksichtslosigkeit, das Unverständnis, das Anpöbeln und angepöbelt werden.

Nach 12 Jahren mit Tanis an meiner Seite kenne ich sie alle. Die immer-ohne-Leine-Menschen, die immer-mit-Leine-Menschen, die is-mir-doch-egal-Menschen und die Leinenpolizei.

Die Leinenpolizei

Das sind die Hundehalter, Nicht-Hundehalter, die Fahrradfahrer auf dem Gehweg oder die Mamas mit fetten Kinderwägen, die sich darum kümmern, dass sich alle anderen Hundehalter regelkonform verhalten und jedem „ungehorsamen“ Hundehalter ein „Hier ist Leinenpflicht!“ ins Gesicht schallern, wenn man an ihnen vorbei geht.

Der angeschnauzte Hundehalter fühlt sich ungefragt gemaßregelt und regt sich darüber auf, dass man ihm nicht so viel Intelligenz zutraut, den eigenen Hund unter Kontrolle zu halten und niemanden in Gefahr zu bringen.

Die immer-mit-Leinen-Menschen

Das sind die Menschen, für die jeder nicht angeleinte Hund eine potentielle Gefahr darstellt und womöglich einen Rückschritt im Training mit dem eigenen Vierbeiner bedeutet.

Der andere Hundehalter findet die Reaktion lächerlich und versteht nicht, warum es gerade nicht passt, dass sich die Hunde hallo sagen oder warum sein eigener Hund die Nase jetzt nicht in den Hintern des anderen Hundes stecken darf.

Ein Bild mit einem Hund an der Leine

Die immer-ohne-Leine-Menschen

Das sind die Menschen, die in alter Hippie-Manier freie Liebe und freie Sozialkontakte für ihre Hunde leben und es nicht für nötig halten, die Grenzen des entgegenkommenden angeleinten oder auch nicht angeleinten Hund zu respektieren.

Der andere Hundehalter ist genervt, dass ihm und seinem Hund keine Rücksicht entgegen gebracht wird. Immerhin gibt es womöglich wichtige Gründe, warum der Hund an seinen Halter „gebunden“ ist. Und auch wenn der Hund nicht an der Leine ist, heißt es nicht automatisch, dass Hundekontakt erwünscht ist.

Die is-mir-doch-egal-Menschen

Das sind die Menschen, die nicht merken, dass ihr Hund die letzte Abbiegung nicht mitbekommen hat und stattdessen auf den eigentlich eingezäunten Kinderspielplatz läuft und versucht, Emma den leckeren Keks abzuluchsen oder direkt vor den spielenden Finn kackt.

Bei Begegnungen mit einem is-mir-doch-egal-Hund kommt der fremde Hundehalter womöglich in eine unangenehme Situation, weil der is-mir-doch-egal-Wuffi selbst entscheidet, wie lange er den anderen Hund beschnüffelt oder gar besteigt. Der is-mir-doch-egal-Mensch hört ja nichts, er ist zu weit weg…

Ein Bild mit einem Hund, der einen Ball im Maul hält

Immer sind’s die anderen

Ich ertappe mich immer wieder, wie ich mich über die Rücksichtslosigkeit und Unwissenheit anderer Hundehalter aufrege. Ich ärgere mich, dass andere Hundehalter einfach annehmen, dass Hundekontakt für Tanis und mich immer in Ordnung ist.

Oder ich finde es fürchterlich, dass unsere Nachbarin ihren aggressiven Rauhaardackel weiterhin ohne Leine laufen lässt im Treppenhaus, obwohl sie weiß, dass er jedes Mal meinen Tanis anfällt (glücklicherweise bisher unblutig).

Das sich gegenseitige Bekämpfen unter Hundehaltern erfahre ich auch immer mal wieder hier im Blog. Obwohl ich hier von meinen Erfahrungen mit meinem Hund erzähle, fühlen sich Leute von mir auf den Schlips getreten und schreiben unschöne Kommentare. Für meine eigene Meinung Hass-Kommentare zu erhalten, weil sie abweicht von der des Lesers, erschreckt mich.

Aber so geht das nicht weiter!

Aufregen und ärgern macht unglücklich und Falten ;) Die Menschheit wünscht sich Frieden auf der Welt, aber fängt Frieden nicht schon im Kleinen an?

Lasst uns nicht mehr so streng und unnachgiebig miteinander sein. Schlechte Tag gibt’s immer. Fehler machen ist sowieso menschlich. Und jeder hat einmal unwissend angefangen.

Dazu kommt, dass jeder Hund einzigartig ist und auf all die verschiedenen Erziehungsmethoden anders reagiert. Besserwisserei gehört ab sofort der Vergangenheit an.

Die neue Hundehalter-Generation

Es wäre doch schön, wenn wir zukünftig unsere Vierbeiner zu uns rufen würden, wenn uns ein Hund-Mensch-Team entgegen kommt, das nah zusammen läuft. Denn nicht-angeleint bedeutet nicht automatisch, dass immer Kontakt erwünscht ist. Jeder ist da eben anders.

Im umgekehrten Falle wäre es schön, wenn wir den entgegenkommenden Hundehalter freundlich bitten würden, seinen antrabenden Hund zurück zu rufen, wenn wir keinen Kontakt wünschen. Klar, jemanden auf etwas aufmerksam machen müssen, nervt irgendwie. Aber träumen wir nicht alle mal vor uns hin und sind nicht auf der Höhe? Nicht jeder Hundehalter, der seinen Hund ohne Leine laufen lässt, ist ein rücksichtsloser, asozialer Mensch.

Und falls doch mal ein fremder Hund im Galopp auf uns zukommt, ruhig bleiben und die Situation als Übung nutzen. Dann beweisen wir uns doch mal selbst, wie gut der Rückruf des eigenen Hundes klappt, wa ;) Und wenn der Rückruf des eigenen Hundes nicht klappt, müssen wir da wohl selbst noch üben :)

Ein Bild mit einem Hund an der Leine

Meine Entscheidung steht: ab heute bin ich rücksichtsvoller.

Ich bin dann mal weg…

…träumen von einer Welt, in der sich alle respektieren und miteinander friedlich klar kommen. …träumen von gegenseitigem Entschuldigen, wenn mal etwas schief läuft. …träumen von gegenseitiger Gelassenheit, auch mal über etwas hinweg zu sehen. …träumen von netten Zufallsbegegnungen mit anderen Hundehaltern. …träumen vom gegenseitigen Lernen und Unterstützen unter uns Hundehaltern. …träumen von entspannten Hundehaltern und ihren entspannten Hunden.

Wie seht Ihr das mit dem Umgang der Hundehalter untereinander? Habt Ihr immer gute Erfahrungen gemacht bisher? Kennt Ihr auch die verschiedenen Typen, die ich aufgezählt habe? Ich freue mich auf Eure Kommis! Alles Liebe, Tanja

Erfahre mehr über uns!

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