Vater, Mutter, Hund?

Ein Bild mit einem Paar und seinem Hund am Meer

Dass Mamas Superhelden sind, wissen wir alle! Sie sind der lebende Beweise dafür, dass Schlafen in der Nacht überbewertet ist. Sie wuppen den Spagat zwischen Job, Haushalt und Kindererziehung. Mamas ahnen, wenn etwas nicht stimmt und verfügen über einen mysteriösen Röntgenblick. Sie beschützen, was das Zeug hält und sind die Meisterinnen im Trösten.

Die Frage „Wann ist es denn bei Euch soweit?“ habe ich seit meinem 30igen Geburtstag immer wieder gehört. Auf meine Antwort hin, dass ich keine Kinder will, haben sich schon die ein oder anderen Äuglein meines Gegenübers geweitet. Geplant Kinderlos sein wird in der heutigen Zeit scheinbar immer noch beäugt in der Gesellschaft.

 

Mit fast 39 fragt mich nu niemand mehr. Jetzt bin ich scheinbar gemäß den gesellschaftlichen Idealen sowieso zu alt dafür :)

Ein Bild mit einem Paar und ihrem Hund am Meer bei Sonnenuntergang

Vater, Mutter, Hund – ein Hund als Kind-Ersatz?

 

„Du hast ja Tanis.“ höre ich ab und zu mal jemanden sagen. Stimmt, den habe ich. Aber er ist nicht mein Kind-Ersatz. Denn ich habe mich bewusst gegen Kinder entschieden. Das Lebensmodell “Mutter, Vater, Kind“ möchte ich nicht leben.

 

Aber das Lebensmodell “Vater, Mutter, Hund” leben wir auch nicht. Ganz bewusst haben mein Mann und ich uns für einen Hund als Familienmitglied entschieden.

 

Ich wollte schon immer einmal wissen, wie es sich anfühlt, im November bei 3 Grad und Regen Sonntagmorgens um 9 Uhr mit dem Hund Gassi zu gehen ;) Wie Ihr übrigens das Gassi gehen in der Stadt ganz einfach aufwerten könnt, erfahrt Ihr im Beitrag “Warum der Futterbeutel das Gassi gehen so aufwertet“.

 

Tanis ist für uns kein Ersatz, denn er ersetzt niemanden.

Hundeerziehung vs. Kindererziehung

 

Ich bin definitiv nicht dafür, Kinder und Hunde gleich zu setzen. Die Kindererziehung ist meiner Meinung nach viel komplexer und sehr oft auf andere Ziele ausgerichtet. Eltern sind dafür verantwortlich, ihre Kinder zu verantwortungsvollen und selbstbestimmten Menschen zu erziehen.

 

Als Hundehalter habe ich das komplette Hundeleben lang die Verantwortung für meinen Hund, und er ist sein Leben lang abhängig von mir.

 

Kleine Parallelen in Bezug auf die Führungsqualität sehe ich vielleicht schon. Die Ratschläge für Eltern und für Hundebesitzer sind oft dieselben, finde ich: Konsequenz und klare Regeln.

 

Und tatsächlich… ist es nicht sehr wichtig, dem Hund und dem Kind mit liebevoller Autorität zu begegnen?

Hundeliebe = Vermenschlichung?

 

Apropos liebevoll… bzw. Liebe! Laut Wikipedia wird als Mutterliebe die Liebe einer Mutter zu ihren Kindern bezeichnet bzw. eine durch die Geburt hervorgehobene besonders starke Gefühlsbindung zu ihren leiblichen Kindern.

 

Okay, da stinke ich als Nicht-Mutter ab. Aber heißt das dann etwa, dass ich für meinen Hund Tanis keine tiefe Liebe und große Fürsorge empfinden kann? Für manche ist das vielleicht sogar schon Vermenschlichung.

 

Vermenschlichung bezeichnet für mich ein Verhalten, das sich über die wirklichen Bedürfnisse des Tieres hinwegsetzt. Eigene Wünsche auf den Hund projizieren schürt Erwartungen, die der Hund nie erfüllen kann. Aber so lange der Hund in seiner geistigen und körperlichen Freiheit nicht eingeschränkt ist und nach seinen Bedürfnissen entspannt leben kann, ist doch alles okay.

 

Und was sind die Grundbedürfnissen eines Hundes? Dazu gehört meiner Meinung nach: Futter, Führung, Sicherheit, Ruhe, Familienanschluss, Sozialkontakte mit anderen Hunden, Anerkennung, Individualität, Geborgenheit und Liebe.

Ein Bild mit einer Frau und ihrem Hund

Ein Hoch auf die Liebe

 

Ich liebe Tanis, sehr sogar. Natürlich anders als ich meinen Mann liebe.

 

Mir ist klar, dass vor mir ein kleiner Opportunist liegt, der mir freiwillig niemals das größere Stück Wurst überlassen würde.

 

Tanis ist meine gute-Laune-Garantie, die immer gutes Karma verbreitet. Ein Terroranschlag irgendwo auf der Welt – meinem Hund ist das Wurscht.

Er ist ein ganz wichtiger Teil meines Lebens, und wir führen eine tiefe Partnerschaft miteinander.

 

Ich bin trotzdem ganz der Meinung von Martin Rütter, der einmal sagte: Der beste Freund des Menschen ist der Mensch. Und in meinem Fall: mein Ehemann Daniel.

 

Wie seht Ihr das zum Thema Vermenschlichung und dem Lebensmodell “Vater, Mutter, Hund”? Ich freue mich über Eure Meinungen!

 

Alles Liebe,
Tanja

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Kommentar

  • Nadine

    Hallo ich halte nichts davon einen Hund zu vermenschlichen. Ich liebe meinen Hund natürlich aber er ist und bleibt ein Hund. Ein Tier ist ein Familienmitglied aber nie ein Ersatz für Kinder. Die Erziehung von Kindern und Hunden ist ähnlich aber ein Kind muss zur Selbstständigkeit erzogen werden und ein Hund nicht. Ich habe 3 Kinder und einen Hund.

    Antworten

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