8 Gründe gegen das Hundehalter Dasein

Ein Bild mit einem French Bulldog Welpe, der in den Armen seines Besitzers sitzt

Als mein Mann und ich uns vor 13 Jahren entschieden haben, einen Hund zu uns zu holen, haben wir uns ein Jahr lang darauf vorbereitet.

 

Wir haben Bücher gelesen und uns ganz intensiv mit dem Thema Hund auseinander gesetzt – wie müssen wir uns vorbereiten, was müssen wir beachten, welche Kosten kommen auf uns zu usw.

 

Aber so richtig vorgewarnt hat uns keiner. Die wirklichen Herausforderungen, die das Hundehalter Dasein so mit sich bringen, hat niemand erwähnt.

 

Und deswegen gibt es sie jetzt und hier, meine 8 Gründe gegen das Hundehalter Dasein oder auch:

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Ein Bild, das einen French Bulldog zeigt, der mit zwei Armen hoch gehalten wird

Warum es nicht immer Spaß macht, ein Hundehalter zu sein

 

1. Hundewürschtel

 

Es ist ja nicht nur die Tatsache, dass sie stinken, warm und eklig sind. Nein, Du schleppst sie manchmal auch ewig durch die Gegend, weil kein Mülleimer in der Nähe ist. Und ja, Du trägst sie als vorbildlicher Hundehalter natürlich so lange mit Dir rum, bis ein Mülleimer auftaucht.

 

Und während Du das tust, musst Du selbst schauen, dass Du nicht in eine der vielen Tretminen in Berlin trittst.

 

Weil ja unsere Mitmenschen gerne alle Hundehalter in eine Schublade stecken, wirst Du außerdem noch von Passanten böse angeschaut, wenn Du mit Hund gerade an ihnen vorbei läufst, während sie sich ihre „eigene“ Tretmine von den Schuhen zu streifen.

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2. Hundehasser

 

Nicht jeder unserer lieben Mitmenschen mag Hunde. Da gibt’s beim Gassi gehen die ein oder andere spitze Bemerkung – ob es denjenigen betrifft oder nicht.

 

„Der Hund muss an die Leine!“ beispielsweise, obwohl erstens keine Leinenpflicht in Berlin ist außer in geschützten Parkanlagen und zweitens der Hund eigentlich ganz nah bei Dir läuft und sich rein gar nicht für den meckernden Mitbürger interessiert.

 

Oder alle gegen Hundi, weil er bellt und die Ruhe der Nachbarn stört.

 

3. Spontanität adé

 

Spontan ins Kino oder länger auf der Geburtstagsparty einer guten Freundin bleiben, weil’s gerade so nett ist – nee, nee, is nich‘ mehr! Hundi wartet zuhause und muss raus!

 

Und die Freunde? Die haben wenig Verständnis dafür, dass zuhause ein Hund wartet und betreut werden muss. Kinder – das verstehen sie ja gerade noch. Aber ein Hund? Es ist doch nur ein Hund…

4. Dein Hund gehört der Allgemeinheit

 

Wildfremde Menschen entscheiden über Deinen Kopf hinweg, Deinen Hund anzufassen, zu drücken oder zu knutschen. Er sieht ja so süß aus!

 

Aber ob das dem Hund und seinem Hundehalter gefällt, wird nicht abgecheckt. Und wenn Du sagst, dass Dir das nicht passt, wirst Du als „Spießer“ tituliert.

 

5. Andere Hundehalter, andere Sitten

 

Klar, wie in der Kindererziehung gibt es auch in der Hundeerziehung viele, verschiedene Methoden. Wenn bei dir der Hundekontakt an der Leine tabu ist, heißt das noch lange nicht, dass das andere Hundehalter genauso sehen und Deine ablehnende Haltung überhaupt wahr genommen wird.

 

„Die machen das unter sich aus!“ (mehr zu diesem Thema im Beitrag “Hunde machen das unter sich aus – ein großer Irrtum“) oder „Der tut nix, der will nur spielen!“ hörst Du sehr häufig und fragst Dich immer wieder verwundert auf’s Neue: hmm, also freundlich und entspannt sieht der andere Hund nicht aus… spielen, wirklich?

 

Aus den relaxten Gassirunden und erhofften, freudigen Hundebegegnungen wird ganz schnell: vermeiden, was das Zeug hält!

 

Der Traum von der netten Hundewiesen-Community zerplatzt spätestens dann, wenn Du nach dem 3. mobbenden Hund etwas zu seinem Hundehalter sagst und nur auf Unverständnis und Diskussionen stößt.

Ein Bild mit Regentropfen

6. Das Wetter, dein Feind

 

3 – 4 Mal am Tag bei Kälte, Hitze, Regen, Sturm oder sonstige Unwetter – und das 15 Jahre lang oder länger. Ob Du krank bist oder fit, ob Du Lust hast oder nicht. Der innere Schweinehund gegen den Hund, der vor Dir sitzt und raus will.

 

7. Dein Hund ist nicht Lassie

 

Du bist krank und bräuchtest Deine Ruhe, Erholung und jemanden, der sich um Dich kümmert? Das ist schön für Dich, aber Deinen Hund interessiert das nicht.

 

Lassie wäre sicher ins nächste Dorf gelaufen, hätte Dir leckere Brötchen gekauft, auf dem Rückweg noch Medikamente beim Arzt besorgt und sonst noch alles andere erledigt. Aber Lassie gibt’s nur im Film. Sorry.

 

Dein realer Hund will Beschäftigung, Gassi gehen und ausgepowert werden – egal, ob Du krank bist oder nicht.

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8. Der helle Hochflohrteppich

 

Dein Hund kotzt Dir garantiert auf den hellen Hochflohrteppich. Man könnte sogar meinen, er geht extra dorthin. Ist schön weich und macht besonders viel Mühe, den Teppich wieder zu reinigen. Lecker, lecker!

Ein Bild mit einem Cocker Spaniel und seinem Frauchen

…aber es gibt diesen einen wahren, diesen einzigen Grund, wieso wir es niemals bereuen, Tanis in unser Leben geholt zu haben:

 

Bedingungslose Liebe!

 

Auch wenn mich manche der oben genannten Punkte je nach Tagesform aus der inneren Balance bringen, würde ich meine Hundemaus niemals nicht mehr haben wollen.

 

Es gibt definitiv Dinge wie oben beschrieben, die ich mir vorher als Nicht-Hundehalter nicht im Traum ausgemalt habe. Aber ich nehme das, was mir nicht gefällt, in Kauf.

 

Und neben den “unschönen” Dingen, die ich vorher nicht bedacht habe, gibt es tatsächlich auch die eine Sache, die ich vorher ebenfalls nie für möglich gehalten habe: dass ein so kleines, felliges Wesen so viel Liebe und Freude in mein Leben bringen kann!

 

8 Gründe gegen das Hundehalter Dasein – wirklich?!

 

Dieser Beitrag und diese 8 Gründe gegen das Hundehalter Dasein sind natürlich mit einem Augenzwinkern zu betrachten und etwas überspitzt geschrieben, nicht dass es jetzt im Nachhinein böse Kommis hagelt ;)

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Aber kennt Ihr auch solche Situationen, in denen Ihr einfach nur verwundert da steht und denkt: das gibt’s jetzt nicht? Oder Momente, die Euch als Hundehalter alles abverlangen (wie z. B. mega krank zuhause sein; keiner da, der mit dem Hündel raus geht, und Ihr müsst Euch fiebrig und halb übergebend zum Gassi gehen schleppen?).

 

Kennt Ihr einen der hier aufgeführten 8 Gründe gegen das Hundehalter Dasein aus eigener Erfahrung? Ich freue mich sehr über den Erfahrungsaustausch mit Euch!

 

Alles Liebe,
Tanja

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Kommentare

  • Jule

    Hallo Tanja!
    Oh ja, ich kenne einiges davon. Vor allem beschriebene Begegnungen mit (einigen) anderen Hundehaltern stellen für mich eine Herausforderung dar. Bei mir soll es eigentlich nur Hundekontakte ohne Leine geben ;-). Ha! Genau! Habe mich auch schon mal zwischen die Hündinnen gestellt, während mir zugehörige Hundehalterin (deren Hündin sie mit “Vierradantrieb” zu meinem zog) erklärt hat, wie wichtig Sozialkontakte für Hunde sind. Lange habe ich gehadert, zeitweise tue ich das auch jetzt noch. Doch selbst Erklärungen, wieso ich so handle, bringen nichts. Gewisse Leute halten mich für doof…und das dürfen sie auch. Dafür hab ich einen Hund, der mich nicht (mehr) zu anderen ziehen möchte….und spare mir Worte ;-). Doch es gibt auch tolle Hundehalter in meiner Gegend, mit denen ich Hundebegegnungen üben konnte, die ihre Hunde vorbildlich und respektvoll führen. Mehr solch positiver Begegnungen wünsche ich dir auch!
    Lieben Gruß, Jule

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Jule,

      vielen, lieben Dank für Deinen Kommentar.

      Du hast absolut recht, wenn Du Dir Deine Worte sparst :) Diskutieren bringt in dem Falle nichts. Jeder hat bezüglich Kontakt an der Leine eine andere Meinung. Da kann man nur auf gegenseitige Rücksichtnahme hoffen ;)

      Ich hoffe fest, dass ich 2018 ganz viele positive Hundebegegnungen haben werde und wünsche Dir dieselbigen natürlich auch! :)

      Alles, alles Liebe,
      Tanja

      Antworten
  • Romina

    Hey! :)

    Danke für den schönen Beitrag. Ich kann dem allen voll und ganz zustimmen.

    Zu Punkt 1: wir leben in einer ländlichen Gemeinde und es gibt z.B. nur am Radweg Hundekotbeutelspender. Immer leer! Da muss es jemanden geben, der alle Beutel auf einmal nimmt, sofern sie überhaupt aufgefüllt werden.
    Zum Glück gibt es ja welche zu kaufen, ansonsten nehmen ich einfach eine der unzähligen Plastiktüten, die sich über die Jahre angesammelt haben.

    Am liebsten gehen wir aber auf die Wiesen, Felder und Wälder. ;)

    Liebe Grüße
    Romina

    Antworten

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