Den Hund richtig belohnen

Ein Bild mit einem Irish Setter, der von seinem Herrchen gestreichelt wird

Ein heiß diskutiertes Thema – den Hund richtig belohnen bzw. überhaupt belohnen in der Erziehung! Manche lehnen Belohnung im Hundetraining ab und meinen, dass ein Hund einfach hören muss.

 

Ich persönlich finde Belohnung wichtig. Es ist ein positives Feedback und gleichzeitig Motivation für den Hund, das Verhalten, für das er Lob erhalten hat, erneut zu zeigen. Ich gehe immer von mir aus. Ich leiste bessere Arbeit und arbeite lieber, wenn ich gelobt werde :)

 

Den Hund richtig belohnen will gelernt sein

 

Nicht nur der Zeitpunkt der Belohnung ist ganz wichtig, sondern auch die Art der Belohnung! Eine Belohnung verstärkt erst dann ein Verhalten, wenn sie innerhalb von 1 Sekunde als positive Konsequenz auf ein Verhalten hin erfolgt und ein aktuelles Bedürfnis befriedigt.

Arten von Belohnung

 

Ein aktuelles Bedürfnis Eures Hundes kann etwas sein, das ihm Spaß macht, das ihm schmeckt oder das ihm gut tut.

 

Nicht nur Futter ist eine Art der Belohnung, sondern auch Streicheln, Spielen, Knuddeln oder die Erlaubnis, das zu tun, was der Hund in dem Moment tun will. Und da gibt es sicherlich einiges, was er gerne tun würde :) Beispielsweise buddeln, schnüffeln, jagen, spielen, rennen, baden etc.

 

Es kommt also nicht darauf an, mit welcher Belohnung wir als Hundehalter den Hund belohnen wollen, sondern es kommt ganz individuell auf unseren Hund und die Situation an. So bleiben wir spannend für unseren Hund und orientieren uns viel mehr an seinen aktuellen Bedürfnissen.

Ein Bild mit einem weißen, kleinen Hund, der einem Ball nachjagt

Beispiele

 

Ich kann dem Hund natürlich nicht immer das geben, was er gerade will. Den Hund ein Reh oder einen Hasen hetzen lassen, geht selbstverständlich nicht.

 

Er darf auch nicht zu jedem Menschen rennen. Aber ich kann ihm als Belohnung etwas ähnliches anbieten. Wenn sich der Hund zurückrufen lässt, während er einem Tier nachjagt, kann ich ihm einen Futterdummy werfen, den er stattdessen „jagen“ darf.

Lässt sich Euer Hund von einem Mäuseloch abrufen, darf er ruhig woanders buddeln.

 

Klappt der Rückruf während der Hund mit seinen Hundefreunden spielt, schickt man ihn danach wieder zurück zum Spielen.

 

Steht Hundi vor einer Pfütze und unterlässt das rein springen auf unseren Befehl hin, so kann man ihm als Belohnung schließlich doch gewähren hineinzuspringen :)

Belohnungsliste

 

Indem wir den eigenen Hund etwas genauer beobachten, ergeben sich automatisch viele, passende Belohnungsmethoden, die wir im Alltag einsetzen können. Was frisst der Hund gerne, was macht er gerne usw. Eine Belohnungsliste zusammenzustellen wäre eine gute Maßnahme.

 

Tanis beispielsweise ist ein sehr verfressener Hund, wie ich im Beitrag „Leinenführigkeit“ schon erwähnt habe. Für Leckerlis macht er fast alles, und wenn sie sogar noch fliegen und er sie erjagen darf, ist er glückselig :)

 

Wenn ich Tanis abrufe und er postwendend kommt, belohne ich ihn mit einem fliegenden Leckerli. Der prompte Rückruf ist mir einfach immer ein fliegendes Leckerli wert.

 

Wenn er beispielsweise nach dem Gassi gehen im „Sitz“ und „Bleib“ verweilen muss für einige Minuten, lobe ich ihn danach und lasse ihn meine Hände abschlecken, denn das macht er dann sehr gerne.

Ein Bild mit einem Dobermann, der ein Leckerli aus der Hand frisst

Ist Belohnung Bestechung?

 

Gerade Leckerlis bekommen viel Kontra, dabei finde ich, sind sie absolute Allrounder. Ich kann sie nicht nur ins Maul geben, sondern auch werfen, verstecken und aus der Hand luchsen lassen ;) Tanis ist ein verfressenes, kleines Wesen – daher ist Futter ein super Anreiz für ihn.

 

Manche Hundehalter vertreten die Meinung, dass der Hund dann nur hört, weil es Futter gibt. Und wenn man mal keine Leckerlis dabei hat, hört der Hund nicht mehr.

 

Doch, das tut er – das kann ich hiermit bestätigen :) Ich verstehe natürlich, was mit der Aussage gemeint ist. Ausschließlich Leckerlis als Belohnung geben, finde ich auch zu einseitig. Allerdings können wir jede Belohnung auch wieder abbauen bzw. ausschleichen oder nur noch ab und zu geben.

Fazit: Belohnung ja! Und ganz wichtig: den Hund richtig belohnen

 

Wir können das Verhalten unserer Hunde auf so viele, verschiedene Arten belohnen. Es kommt einfach auf die Charakter- und Rasse-Eigenschaften des Hundes sowie die Situation an.

 

Wie belohnt Ihr Eure Hunde in der Hundeerziehung? Oder belohnt Ihr gar nicht? Ich bin schon ganz gespannt auf Eure Erfahrungen und Meinungen!

 

Alles Liebe,
Tanja

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Kommentare

  • Lydia Ellen Ostermann

    Hallo, na klar bekommen meine beiden Stubentiger ein Weihnachtsgeschenk…aber mein eigentliches Geschenk hab ich schon bekommen, wir haben eine frei lebende Katze, dessen Herrchen für eine Weile nicht da ist- ich versorg sie mit fressen, und dachte damit ist es getan- nein- wir beide sind zum täglichen Spaziergang verabredet, Sie hat einen so tollen Instinkt… das es mich zu Tränen rührt sie draußen lassen zu müssen.
    Deshalb sie eine witterungsfeste Winterhütte von mir gebastelt bekommen in der sie es sich richtig gemütlich macht.
    …. in diesem Sinne – nicht nur unsere verwöhnten Schweißer brauchen uns…fröhliche Weihnachten

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Lydia,

      oh, wie schön hört sich das denn an! Eine witterungsfeste Hütte – wow, wie toll!

      Ich wünsche Dir noch viele, tolle Momente mit dem Kätzchen! Und ich drücke Dir die Däumchen für das Gewinnspiel!

      Alles Liebe,
      Tanja

      Antworten

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