Im Test: Ultraschallzahnbürste für Hunde von EmmiPet

Ein Bild mit einer Ultraschallzahnbürste für Hunde

Von einer Ultraschallzahnbürste für Hunde habe ich vorher noch nie etwas gehört. Aber als unser Tierarzt eines Tages meinte, er müsse unseren fast 12jährigen Goldi Tanis in Narkose seinen starken Zahnstein entfernen, sträubte sich alles in mir.

 

Ich bin definitiv für Operationen, wenn sie nötig sind. Und ich bin definitiv für regelmässiges Zähneputzen bei Hunden, wie ich in meinem Beitrag „10 Tipps für den Hund im Alter“ erwähnt habe. Aber einen alten Hund in Narkose versetzen wegen Zahnstein, empfand ich zu extrem.

Wer suchet, der findet

 

In google habe ich „hund zahnsteinentfernung ohne narkose“ eingegeben und bin sehr schnell auf die Ultraschallzahnbürste für Hunde von EmmiPet gestoßen. Der hohe Preis von 200EUR hat mich zuerst vom Kauf abgehalten.

 

Aber da ich keine bessere Alternative fand und die Erfahrungsberichte über die EmmiPet positiv waren, habe ich mich schlussendlich doch dafür entschieden. Die Versprechen, die auf der Webseite gemacht werden, waren einfach zu verlockend:

 

– Gesunde Zähne auch im Alter
– Kein Maulgeruch
– Keine Narkose bei Zahnsteinentfernung
– Komplett lautlose Reinigung
– Vorbeugung gegen Zahnfleischentzündungen, Parodontitis, Zahnsteinbildung und Zahnverlust

Der Kauf

 

Der Kauf der Ultraschallzahnbürste für Hunde von EmmiPet ist leider nur über Vertriebspartner möglich. Das finde ich nicht gut gelöst. Die Webseiten der Vertriebspartner sehen nicht wirklich seriös aus.

 

Ich muss aber sagen, dass die Bestellung schlussendlich gut geklappt hat. Nach einigen Tagen habe ich die Bestellung in einwandfreiem Zustand erhalten.

 

Die Bürste

 

Die Ultraschallzahnbürste für Hunde benötigt 24 Stunden Aufladezeit. Enthalten ist neben der Bürste auch eine Aufladestation sowie eine Tube Zahnpasta und ein Zahnstein-Schaber.

 

Tatsächlich macht die EmmiPet keinen Mucks. Sie ist lautlos und vibriert nicht. Eine grüne LED-Leuchte zeigt an, dass die Zahnbürste arbeitet.

 

Ich habe Tanis sogar schon einmal die „Zähne geputzt“ und hatte vergessen, die Zahnbürste anzumachen. Echt blöd, wenn man so gar nichts hört und spürt :)))

 

Der Ultraschall erzeugt übrigens Millionen von Mikrobläschen. Und dadurch tritt die Reinigung in Kraft. Etwas ganz Neues – Putzen mit der Hand ist wirklich out.

Ein Bild mit einem Hundegebiss voller Zahnstein

Die Ausgangslage

 

Tanis hat sehr starken Zahnstein. Auf dem Foto sieht man nur die hinteren, oberen Zähne, die befallen sind. Aber seine untere Zahnreihe, die von seiner Zunge verdeckt ist, hat ebenfalls extrem viel Zahnstein.

 

Er mag es nicht, in den Mund gefasst zu bekommen. Daher dreht er oft den Kopf zur Seite oder beißt die Kiefer zusammen.

 

Ah ja, einen losen Zahn hat er auch an der vorderen, unteren Reihe.

 

Die richtige Position finden

 

Wir haben anfangs verschiedene Positionen probiert und „feiern“ schlussendlich im Liegen die besten Erfolge. Probiert es einfach aus. Im Sitzen hat Tanis seinen Kopf und Körper zu weit wegdrehen können. Im Liegen hat er den Kopf zwar nicht abgelegt, aber er dreht ihn auch nicht weg. Daher ist das Liegen mit aufrechtem Kopf „unsere“ Position ;)

Die Anwendung

 

Die Anwendung ist einfach: die Zahnbürste anschalten, dann etwas Zahnpasta auf die Borsten machen und die Zahnbürste für 10 Sekunden an einen Zahn dicht ran halten bzw. ran legen. Das war schon die ganze Zauberei! Danach wiederholt man das Ganze beim nächsten Zahn.

 

Obwohl Tanis sich nicht gerne in den Mund fassen lässt, wurde er sehr schnell ruhiger beim „Putzen“. Nach 1-2 Wochen hat es wunderbar geklappt, und das ständige Schlecken wurde weniger.

 

Bei den ersten Anwendungen hatten wir durch seine Schleckerei viele Unterbrüche, aber mit Geduld und Ruhe lässt es schnell nach. Dass die Ultraschallbürste nicht vibriert oder Geräusche macht, ist wirklich das Beste an dem Teil!

 

Da die Zahnpasta scheinbar schmeckt, versucht Tanis sogar, die Zahnpasta von der Bürste abzuschlecken, sobald ich die Zahnbürste aus seinem Mund nehme :)

 

Anfangs haben wir die Zahnbürste 3 x pro Woche genutzt. Wenn die Zähne erst mal sauber sind, reicht es, 1 Mal in zwei Wochen oder in drei Wochen zu putzen.

Die Herausforderung

 

Tanis legt seine Zunge –total unbewusst – über die untere Zahnreihe. Dadurch komme ich leider nur schwer an die unteren Zähne ran. Ich schiebe seine Zunge zwar mit den Fingern etwas weg, muss aber trotzdem aufgrund der fehlenden Sicht die Bürste oft „blind“ hinhalten und hoffe, einen Zahn „zu erwischen“.

 

Die untere Zahnreihe dauert einfach etwas länger, bis sie wieder sauber ist.

Ein Bild mit einem Hundegebiss

Fazit der Ultraschallzahnbürste für Hunde

 

Ich kann Euch die EmmiPet empfehlen (und ich bekomme dafür wirklich kein Geld!). Die Wirkung, die Anwendung und das Ergebnis sind absolut überzeugend. Die einzigen Minuspunkte für mich sind die Bestellung über Vertriebspartner sowie der Preis (die Ultraschallzahnbürste von Emmi für Menschen kostet 70EUR weniger – warum fragt man sich).

 

Aber dennoch lohnt sich die Anschaffung! Verabschiedet Euch allerdings bitte von der Vorstellung der sofortigen Besserung. Ihr bekommt den Zahnstein in den Griff, allerdings benötigt es etwas Zeit, Geduld und „Putz“-Einsatz.

 

Bei Hunden mit wenig Zahnstein habt Ihr nach wenigen Anwendungen garantiert schon super Erfolge. Die Zähne werden generell schnell sichtbar sauberer und auch weißer.

 

Bei Hunden mit starkem Zahnstein –wie bei meinem Tanis – benötigt Ihr einfach etwas länger Zeit. Mit jeder Behandlungswoche werden die Zähne besser.

Wir haben etwa 6 Wochen à 3 Mal die Woche „geputzt“ und haben dann plötzlich festgestellt, dass bei einem stark betroffenem Zahn der Zahnstein abgefallen war. Mit dem Zahnsteinentferner, der dem Set beiliegt, lässt sich der Erfolg vielleicht auch schneller herbei führen. Ich habe ihn jedoch nicht benutzt und kann nichts dazu sagen.

 

Da der Tierarzt unter dem Zahnstein von Tanis schon Karies vermutete, war ich bezüglich der Anwendung mit dem Zahnsteinentferner etwas vorsichtig. Die Vermutung des Tierarztes hat sich allerdings überhaupt nicht bestätigt.

 

Tanis’ obere Zähne sehen jetzt wieder weiß und schön aus. Seine untere Zahnreihe braucht noch etwas Zeit und Pflege, da ich nicht so gut ran komme (wegen seiner darüber liegenden Zunge). Aber ich bin davon überzeugt, dass wir das auch noch hinbekommen.

 

Der Wackelzahn von Tanis ist glaube ich auch wieder etwas fester geworden. Ich werde das weiter beobachten und noch einmal dazu berichten.

 

Ich freue mich über Eure Kommentare und Eure Tipps bezüglich Zahnpflege! Was tut Ihr gegen Zahnstein bei Euren Hunden?

 

Alles Liebe,
Tanja

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Kommentare

  • Michael Wolski

    Hallo Hundefreunde, ich habe die Ultraschallzahnbürste gekauft und bin begeistert. Ehrlich ich war skeptisch. Mein Hund kannte schon das Zähneputzen und hält auch kurze Zeit still. Begeistert ist er aber nie. Er hatte an 2 hinteren Zähnen Zahnstein und Mundgeruch.
    Ich habe ihm in Abständen von 3 Tagen 5x die Zähne behandelt und konnte es kaum glauben wie die Zähne wieder weiß wurden.Er hat zwar noch Mini Stellen mit etwas Verfärbung aber wir werden dran bleiben. Auch ist kein Mundgeruch mehr vorhanden. Jedenfalls kann ich die Zahnbürste sehr empfehlen auch wenn sie zu teuer ist. Narkose ist beim Tierarzt keine Alternative für mich und ebenfalls nicht billig.

    Antworten
  • Michael Leue

    Hallo Zusammen
    habe die EmmiPet Zahnbürste für Hunde direkt bei EmmiPet bei Emmi Ultrasonic GmbH am Samstagabend bestellt und heute kam die Lieferung … ohne Probleme wie manche geschrieben haben.
    Gruß an Alle

    Antworten

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