Hunde machen das unter sich aus – ein großer Irrtum!

Ein Bild mit zwei interagierenden Hunden

Hunde machen das unter sich aus – ein Gerücht, dass sich sehr hartnäckig in der Hundewelt hält. Ich treffe immer wieder Menschen beim Gassi gehen, die davon überzeugt sind, dass Hunde etwas unter sich klären müssten.

 

Auf die Frage hin, was Hunde denn klären sollen, kommt meist die Antwort „Na, die Rangordnung!“.

 

Ich muss gestehen, dass wir früher aus Naivität und Unwissenheit selbst so gehandelt und Tanis „zugetraut haben“, die Angelegenheit (auch die unangenehmste) selber klären zu können. Die leider unschöne Konsequenz daraus war, dass wir nach einiger Zeit einen Hund hatten, der tatsächlich alles selbst klärte bzw. selbst entschied – leider ungefragt.

Nicht der Stärkste ist der Ranghöchste

 

In der Natur führt nicht zwangsläufig der stärkste Hund das Rudel an.

 

Ranghohe Hunde sind zurückhaltend und vorsichtig. Sie bringen ihr Rudel nicht Gefahr. Sie kennen außerdem die besten Jagdreviere und die sichersten Wege, um ihr Rudel von A nach B zu führen.

 

Der Ranghöchste strahlt Sicherheit aus und greift ein, bevor Konflikte entstehen. Er bestimmt nicht nur die cleverste Jagdstrategie, sondern verteidigt sein Rudel auch vor Gefahren.

 

Von einem Rudelführer wird viel abverlangt – eben auch, dass er schwierige Situationen klärt.

Ein Bild mit zwei schlafenden Wölfen, die sich aneinander kuscheln

So entsteht eine Rangordnung

 

Hunde benötigen ausreichend Kontakt zu ihren Sozialpartnern. Das Zusammenleben im Rudel wird durch Regeln festgelegt, was bei uns Menschen durchaus genauso üblich ist. Diese Regeln werden bei Hunden mittels einer Rangordnung bestimmt.

 

Im Grunde läuft es ähnlich wie eine Hausordnung, die das Miteinander regelt und ein entspanntes Zusammenleben innerhalb eines Familienverbundes ermöglicht.

 

In der Natur ist die Rangordnung überlebenswichtig und gilt dem Schutz der Gruppe. Sie ist zeit- und situationsabhängig und besteht eher aus der Gesamtheit der einzelnen Zweier-Beziehungen aller Rudelmitglieder.

Rangordnung heißt nicht gleich Dominanz

 

Im Grunde geht es in einem Rudel immer um Respekt, nicht um Gewalt. Die Rangniederen zeigen unterwürfiges Verhalten, es zeigen nicht die Ranghöheren ein aggressives Verhalten.

 

Ein Rudelführer ist souverän und hat es nicht nötig, aggressiv zu sein und seinen Rang ständig zu positionieren. Die Gruppe orientiert sich gerne am Rudelführer und folgt ihm ohne Aufforderung.

 

Bei einem Wechsel in der Rangordnung kann es durchaus zu Kämpfen kommen. In einer bestehenden Rangordnung zeigen allerdings vor allem die unsicheren Mitglieder ein aggressives Verhalten.

Ein Bild mit zwei rennenden Hunden

Fremde Hunde bilden keine Rangordnung

 

Wenn sich fremde Hunde begegnen, laufen natürlich soziale Interaktionen ab. Es wird durchaus geprüft, wer souveräner ist.

 

Es wird aber definitiv keine Rangfolge gebildet bzw. ausgefochten. Nur Hunde, die zusammen leben und sich täglich sehen, bildet mit der Zeit eine Rangordnung.

 

Was also tun?

 

Wie ich bereits im Beitrag „Hundebegegnungen an der Leine sind tabu. erwähnt habe, handeln wir als Rudelführer meiner Meinung nach im Sinne des Hundes. Wir sind dafür verantwortlich, dass sich der Hund wohl fühlt.

 

Potentiell unangenehme Situationen klären meiner Meinung nach wir für unseren Hund (im Optimalfall schon im Voraus, so dass der Hund nicht in Bedrängnis kommt, etwas selbst klären zu müssen).

 

Denn klären wir diese nicht, lernt der Hund dadurch nur, dass wir keine vertrauensvolle Person sind. Er wird dann zukünftig alles selbst klären, denn bei uns ist er ja nicht sicher.

 

Die Körpersprache unseres Hundes zeigt uns im Grunde genau, ob er angespannt ist und wie es ihm geht. Ich achte beispielsweise auch immer auf die Körpersprache des entgegenkommenden Hundes.

 

Näheres zu den 4 Konfliktstrategien und dem Konfliktverhalten der Hunde gibt’s in meinem Blogbeitrag „Die 4 Konfliktstrategien des Hundes“.

Hunde machen das unter sich aus. NICHT.

 

Jeder lebt seine eigene Wahrheit und findet seine eigene Lösung, die für ihn stimmt. Wie jeder einzelne Hundehalter in brenzligen Situationen für seinen Hund entscheidet, überlasse ich selbstverständlich jedem selbst.

 

Für mich steht allerdings fest: Wenn uns ein Hund entgegen kommt und ich Unsicherheit bei Tanis oder dem fremden Hund bemerke, rufe ich meinen eigenen Hund ab ins „Fuss“ und gehe im Halbbogen und wortlos am entgegen kommenden Hund und seinem Halter vorbei.

 

Oder ich wechsle die Straßenseite, wenn der Weg sehr eng ist. Jedenfalls löse ich die Situation als Rudelführer auf und überlasse dies nicht meinem unwohl fühlendem Hund (oder dem fremden, unwohl fühlenden Hund).

 

Das ist natürlich jetzt meine Meinung zu diesem Thema – ich weiß, ein sehr kontroverses Thema :) Ich möchte niemandem zunahe treten, Hass-Kommentare generieren oder Leute gegen mich aufbringen. Ich führe diesen Blog, um meine Erfahrungen mit meinem Hund zu teilen und um mich mit anderen Hundehaltern auszutauschen. Mich interessiert Eure Meinung!

 

Wie geht Ihr mit solchen Situationen um? Ich freue mich über Eure Kommentare und Erfahrungen!

 

Alles Liebe,
Tanja

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Kommentare

  • Kerstin

    Ich habe mit meinem Rüden das gleiche Problem, er hat seine Persönlichkeitsgrenze und wenn ein Hund den er nicht mag zunah kommt wird er aggressiv. Ich versuche ihn immer aus der Situation rauszunehmen, leider verstehen es viele Hundebesitzer nicht. Der Hund läuft meinem hinterher und ich kann bitten wie ich will der andere Hundebesitzer ruft seinen nicht zurück. Habe es schon mit einer gelben Schleife am Halsband versucht, nur leider kennen die meisten nicht dieses Symbol.

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Kerstin, vielen Dank für Deinen Kommentar! Es tut mir sehr leid, dass Du mit Deinem Hund immer wieder in solche Situationen gerätst. Ich verstehe genau, wie Du Dich fühlst. Da kann man nur hoffen, dass die gegenseitige Rücksichtnahme und das Verständnis füreinander mehr an Bedeutung bekommt. Alles Liebe für Dich, Tanja

      Antworten
  • Sue

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man das so einfach sagen kann. Das mag für deinen Hund so zutreffen, und dann handelst du auch absolut richtig, in dem du für deinen Hund entscheidest! Meine Erfahrung ist jedoch eher das Gegenteil. Ich kenne viele Besitzer, die für ihren Hund entscheiden. Dadurch sind viele der Hunde sehr unsicher geworden und haben kaum Selbstbewusstsein. Reagierten mit unter sogar nach einiger Zeit aggressiv. Ich denke es kommt sehr auf den Charakter des Hundes an. Meine Hündin fährt bis lang sehr gut mit dem selber klären. Mal unterwirft sie sich, mal ist sie dominanter. Je nachdem auf welchen Hund sie trifft. Es gab auch schon eine Situation in der sie mal überfordert war und mich quasi zum helfen aufgefordert hat. Dann habe ich das natürlich auch getan. So klappt es bei uns wirklich hervorragend. Aber ich finde es auch immer wieder gut, Erfahrungen von anderen Besitzern und Vorallem von anderen Hunden zu lesen. 😊

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Sue, vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist absolut super, wenn Du damit gut fährst, dass Deine Hündin alles selbst klärt. Das freut mich sehr für Dich.

      Wie ich in meinem Beitrag erwähnt habe, geht es mir um brenzlige Situationen. Situationen, in denen ich merke, dass entweder mein eigener oder der fremde Hund unsicher ist. Man kann ja sehr gut erkennen, ob ein Hund unsicher ist bzw. ob er einen inneren Konflikt hat, aus dem er nicht mehr herauskommt. Anhand der 4 Konfliktstrategien des Hundes kann man das ja wunderbar erkennen und dementsprechend souverän handeln als Rudelführer. (https://www.haustier-notfallkarte.de/2017/10/30/die-vier-konfliktstrategien-des-hundes/).

      Alles Liebe für Dich,
      Tanja

      Antworten
  • Juliane

    Ich bin der Meinung so pauschal kann man das echt nicht sagen!
    Manches sollten Hunde tatsächlich unter sich klären, dafür brauchen Sie uns Menschen nicht, denn Hunde müssen sich unterwerfen können oder auch mal Dominanz zeigen. Entscheidet immer nur der Mensch, kann ein Hund das nicht lernen. Ich stelle immer wieder fest, dass es Dinge gibt die ein Hund nur von anderen Hunden lernen kann und da gehört es dazu das etwas unter den Hunden geklärt wird ohne eingreifen des Menschen.
    Klar sollte man den Hund unterstützen, wenn der Hund um Hilfe bittet oder schon von vornherein klar ist, dass der Hund gegenüber sehr aggressiv oder extrem unsicher ist.
    Grad bei meinem Hund stelle ich zum Beispiel oft fest, er ist eher angepisst wenn der Gegenüber sehr ängstlich reagiert oder den Hund wegzieht. Meiner hat eine Polizeiausbildung zum Begleithund und da sind grad solche Verhalten für ihn ein No Go, da extrem ängstliche zu schwer einzuschätzen sind und unberechenbar reagieren oder auch oft etwas zu verbergen haben (z.B. Drogen in der Tasche versteckt). Auch solche „Kläffer“-Hunde mag er dadurch nicht, da das totaler Stress ist und Unruhe in die Gruppe bringt. In solchen Situationen greife ich klar ein und pfeife meinen Hund zurück, das war mir aber von Anfang an klar, dass ich mit solchen Dingen zu rechnen habe, bei seiner Ausbildung. Trotzdem sind viele Hundebesitzer in der Bekanntschaft und Nachbarschaft schon beim ersten Aufeinandertreffen froh gewesen uns zu treffen und sind es bis heute. Da grad diejenigen mit jungen Hunden froh sind, einen so geduldigen und entspannten Hund in der Nähe zu haben, von dem deren Hunde mit „erzogen“ werden, auch indem sie Dinge unter sich klären, grad in der „Rüpelphase“ der Junghunde.

    Also die Mischung macht es einfach. Es ist Situationsabhängig ob man Hunde etwas selbst und auf natürliche Weise klären lässt oder doch eingreift. Auch in der Natur greift der Rudelführer NICHT überall ein, wenn mal kleinere Streitigkeiten auftreten und lässt das diejenigen untereinander klären. Er greift erst ein, wenn Situation zu eskalieren drohen.

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Juliane, vielen, lieben Dank für Deinen Kommentar.

      Ich bin absolut Deiner Meinung. Wie ich in meinem Beitrag geschrieben habe, geht es mir um Situationen, in denen ich Unsicherheit beim eigenen oder beim fremden Hund erkenne. Und ich solchen Situationen greife ich als Rudelführer ein, so wie das auch in der Wildnis der Fall wäre. Man erkennt ja wirklich sehr gut und frühzeitig, ob ein Hund in einem Konflikt fest steckt, aus dem er selbst nicht mehr heraus kommt. Als Hundehalterin eines Begleithundes sind Dir ja sicher die 4 Konfliktstrategien des Hundes bekannt. Diese geben ja sehr gut Aufschluss darüber, wie es den Hunden gerade geht.

      Es geht mir zudem in meinem Beitrag darum, mit dem Gerücht aufzuräumen, dass fremde Hunde „das“ (die Rangordnung) miteinander klären müssen. Eine Rangordnung entsteht ja erst innerhalb eines Rudels. Sie klären sicherlich, wer souveräner ist beispielsweise, aber nicht die Rangordnung.

      Ich wünsche Dir alles Liebe.

      Herzliche Grüße,
      Tanja

      Antworten
    • Berta

      Es gibt in der Natur keine Tiere der gleichen Spezies mit einem max.-Gewicht von 2 Kg- zu 50 Kg !! Das ist von uns Menschen so gezüchtet. Wer lässt seinen Rottweiler mit einem 500Kg- Kaltblut-Pferd spielen ? Warum soll ich meinen 4 Kg-Hund von einem grobmotorischen aber nicht aggressiven Labrador ,, bespielen“ lassen ?
      Was soll so ein Winzling – die machen das unter sich aus- außer Schmerzen und Verletzungen erleben ?
      Also : Ich wünsche mir gegenseitigen Respekt und Verständnis.

      Antworten
      • Tanja

        Liebe Berta,

        herzlichen Dank für Deinen Kommentar.

        Da hast Du absolut Recht, ich wünsche mir ebenfalls Respekt und Verständnis :)

        Alles Liebe für Dich,
        Tanja

        Antworten
  • Christina

    Super geschrieben, da bin ich komplett dabei. In unseren Haushalt leben 3 Hündinnen und diese sind in ihrem Rudel unzertrennlich. Mit anderen Hunden sieht dies ganz anders aus. Hier wird stark selektiert, wer mitspielen darf. Beim Zusammentreffen mir anderen Hunden, sehe ich an der Haltung der ältesten Hündin, ob das gut geht oder nicht. Eine Klärung, von was auch immer, erfolgt ausnahmslos durch mich. Das funktioniert auch seit Jahren ganz wunderbar.

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Christina, vielen, herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Ich finde Deine Worte super interessant und stelle es mir sehr spannend vor, 3 Hunde zu halten. Auch dass Dir Deine älteste Hündin angibt, was gut geht oder was nicht, finde ich wahnsinnig spannend.

      Nochmals vielen Dank für den interessanten Kommentar!

      Alles Liebe für Dich und Deine 3 Hundedamen,
      Tanja

      Antworten
  • Die HundeLehrer

    Sorry, aber Hunde klären es unter sich. Das sie es nicht klären würden, wär fachlich falsch. Die Überschrift verwirrt, denn inhaltlich steht viel Richtiges im Artikel. Besser wär die Frage „Sollten Hunde es klären?“ Und da stimme ich dir zu, inhaltlich. Nein, sollten sie nicht. Aber sie würden es tun, wenn wir sie lassen.
    Und, nicht der Schlauste führt das Rudel, sondern der in dieser Situation sozial Kompetenteste führt an. Das kann mal der Schlauste, aber ebend auch mal der Stärkste, mal der Sicherste sein.
    Sonst gut geschrieben🖒.

    Antworten
    • Tanja

      Hallöchen! Vielen, lieben Dank für Deinen Kommentar. Ich glaube, im Grundsatz meinen wir dasselbe :) Ich habe nur nicht den Ausdruck „der in der Situation sozial Kompetenteste“ genommen, sondern die Bedeutung in mehreren Sätzen beschrieben :) Ich kann den Ausdruck gerne noch ergänzen.

      Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende und alles Gute.

      Herzliche Grüsse,
      Tanja

      Antworten
  • Barbara

    Danke Tanja, kann dir nur zustimmen
    Hunde klären nicht alles unter sich, bzw. sollten sie nicht alles unter sich klären müssen. Wir sind es unserem Hund schuldig zu merken wenn er Probleme hat und ihm helfend zur Seite zu stehen.
    Ich habe eine Maltersemix Hündin, also einen kleinen Hund. Ausserdem ist sie auf Grund eines Glaukoms am linken Auge auf diesem blind. Seither ist sie viel ängstlicher als früher, verständlich, oder?
    Nun kommen wir immer wieder in Situationen in denen ein unangleinter Hund auf meine angeleinte trifft und sie bedrängt, ich versuche schon vorher diesen Begegnungen aus dem Weg zu gehen, geht aber nicht immer.
    Leider merken die meisten Hundebesitzer nicht das meine kleine Angst hat und lassen ihre Hunde im Schweinsgalopp auf meine zulaufen, damit hat sie nun wirklich ein Problem, vor allem wenn es auch noch ein großer Hund ist, der überrennt sie glatt.
    Wenn ich was sage heisst es nur „der tut nix“, was ja schön ist, aber das weiß meine Kleine nicht.
    Also Flucht ergreifen, wenn wir Glück haben rennt uns der fremde Hund nicht hinterher.
    Man merkt aber auch wenn wir jemanden mit Hundeverstand treffen, der seinen und meinen Hund lesen kann, dann sind die Begegnungen wesentlich entspannter, weil der Hundehalter seinen Hund unter Kontrolle hat und die Annäherung langsam und vorsichtig erfolgt.
    Das ist aber leider viel zu selten und da liegt meiner Meinung nach das Problem, es gibt zu viele Hundehalter die nicht wissen wie man sich richtig verhält bzw. ihren Hund nicht unter Kontrolle haben.
    Also meine Meinung, Hunde müssen nicht auf biegen und brechen alles unter sich ausmachen und Hunde müssen auch nirgends durch.
    Schöne Grüße
    Barbara

    Antworten
    • Tanja

      Liebe Barbara, ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag! Ich kann mich total in Deine Lage rein versetzen. Auch ich habe mit Tanis immer wieder solche Hunde-Begegnungen. Wir üben zwar in der Hundeschule mit Tanis, dass er in solchen selbstsicherer wird, aber er hat eben seine Grenzen.

      Ich wünsche mir mehr gegenseitige Rücksichtnahme, aber die fehlt der Menschheit ja quasi in allen Lebensbereichen :)

      Alles Liebe für Dich und Deine Malteser-Mix Hündin und viele, gute Hundebegegnungen!

      Liebste Grüße,
      Tanja

      Antworten
  • Wauziiii

    Ich finde unabhängig davon, ob man der Meinung ist bestimmte Situationen für seinen Hund lösen zu müssen oder die Auffassung vertritt: “ Hunde regeln das unter sich“ sollte man die Körpersprache seines Hundes lesen können und seinen Hund gut beobachten, um ihn sehr genau einschätzen zu können. Mein Hund (Rhodesian ridgeback) ist ein unglaublich sozialer Hund der selbst mit schwierigen oder unsicheren anderen Rüden klar kommt obwohl er unkastriert ist. Ich finde es oft sehr traurig wenn wir beim Gassi gehen anderen begegnen, deren Hunde eindeutig Neugierde und Interesse signalisieren, deren Besitzer aber nervös werden und behaupten der Hund wolle nicht spielen. Eine ähnliche Situation in der man sich oft befindet ist die, dass zwei unkastrierte Rüden sich begegnen und angespannt sind. Da ich weiß, das mein Hund nicht agressiv ist und Konflikten eher aus dem Weg meidet gehe ich in solchen Situationen einfach weiter, sodass er die Möglichkeit hat mir zu folgen und det Situation aus dem Weg zu gehen. Ich werde für dieses Verhalten oft kritisiert, weil mir vorgeworfen wird ich würde mich nicht kümmern und solle doch bitte eingreifen. Dies ist meinen Beobachtungen zu Folge aber völlig falsch, da es häufig zum kippen der Situation von angespannt in aggressiv führt. In Situationen, in denen mein Hund Angst hat kommt er automatisch zu mir und bekommt dann auch Schutz. Ich plädiere also für mehr Beobachtubgsgabe. Dann funktioniert auch die Kommunikation bei den Haltern besser.

    Antworten
  • Willy

    Ich würde immer wieder entscheiden , welchen Hund ich an meinem Hund heranlassen würde .

    Ich habe mich vor Jahren mal blauäugig darauf verlassen, dass Hunde ein angeborenes Sozialverhalten haben , auf das man sich verlassen kann . Das kostete meiner kleinen Hündin , damals noch ein Welpe, fast das Leben – sie wurde von einem erwachsenen Rüden fast totgebissen – damals hieß es , so kleine Hunde stünden in der Rangordnung unter “ Welpenschutz“ .

    Antworten
    • Tanja

      Hallo lieber Willy,

      vielen, lieben Dank für Deinen Kommentar.

      Ich bin absolut Deiner Meinung und würde auch immer wieder selbst entscheiden, welchen Hund ich an meinen Hund lasse.

      Hab vielen Dank, dass Du hier Deine Meinung kundgetan hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

      Alles Liebe,
      Tanja

      Antworten

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