5 Gründe, warum sich der Besuch einer Hundeschule lohnt

Ein Foto mit einem Dackel, der in der Hundeschule bei Fuss gehen übt

5 Gründe, warum sich der Besuch einer Hundeschule lohnt

Bevor Tanis zu uns kam, haben wir uns ein ganzes Jahr auf ihn vorbereitet. Wir haben etliche Bücher gelesen und uns viel informiert. Als er dann tatsächlich da war, hatten wir trotzdem keinen Plan von Hunde-Erziehung :)

 

Nach einer zwei- bis drei-wöchigen Eingewöhnungszeit sind wir mit ihm dann in die Welpen-Spielstunde gegangen. Was soll ich sagen – es war 100% Hass-Liebe!

 

Tanis ging total gerne hin, ich habe es verteufelt. Nicht, weil wir eine schlechte Hundeschule erwischt hatten. Nein, ganz und gar nicht. Ich kam während des Trainings in der Hundeschule mit Tanis einfach sehr oft an meine Grenzen.

Was zuhause im Garten oder beim Gassi gehen im Wald super funktionierte, klappte in den Trainingsstunden manchmal ganz und gar nicht. Warum hat mir vorher keiner gesagt, dass Erziehung so anstrengend sein kann *kreeiiisch

 

Aber wie mit vielen Aussagen hatte unsere Hundetrainerin auch mit dieser recht: „Haltet durch. Irgendwann hören sie alle super.“. Das jahrelange, „mühsame“ Training hat sich sehr gelohnt.

 

Tanis ist ein so toll erzogener Hund, was ihm total viele Freiheiten einräumt. Er läuft quasi immer ohne Leine (5 Tipps, wie das Gassi gehen in der Stadt zur Party wird, findest Du hier!), wir können ihn ins Restaurant mitnehmen, er fährt problemlos S-Bahn und kommt mit allen Menschen und Hunden aus.

 

Ich glaube fest, dass die Arbeit in der Hundeschule einen großen Teil dazu beigetragen hat.

Deswegen sind hier meine 5 Gründe, die für eine Hundeschule sprechen:

1. Hundehalter und Hund lernen den richtigen Umgang miteinander

In einer guten Hundeschule werden viele Übungen gemacht, um die Bindung zwischen Hundehalter und Hund zu stärken und aufzubauen. Nicht nur Bälle-Bad oder über eine Wippe laufen, da gibt’s noch ganz viel mehr!

 

Ein ruhiger, souveräner Umgang miteinander und die richtige Körperhaltung muss natürlich auch geübt werden. Man erhält auch viele Erklärungen in Bezug auf verschiedene Hunde-Verhalten.

 

Ich habe zum Beispiel erst lernen müssen, dass Tanis eher auf dunkle Stimmen hört. Bei heller Piepse-Stimme passiert nicht viel. Ich hätte beispielsweise auch vorher nie gedacht, dass es für ihn als Welpe eine Herausforderung sein könnte, über ein Gitter zu laufen.

 

Mir war auch nicht wirklich klar, dass Welpen mit super vielen Düften, Geräuschen und Ablenkungen konfrontiert werden im Alltag.

 

Als ich ihn beim Training absitzen lassen, mich um die Ecke verstecken und ihn abrufen sollte, rannte er los, und auf dem Weg zu mir kam er an einem tollen Duft vorbei, den er viel interessanter fand :)

2. Kontakt zu Artgenossen

Mit anderen Hunden im gleichen Alter raufen, spielen, Sozialverhalten üben – das ist alles super wichtig für einen Welpen und Junghund. Das Verhalten, das der Kleine bei Mama gelernt hat, muss auch weiter geübt werden.

 

Aber für erwachsene Hunde ist der Kontakt zu Artgenossen natürlich ganz wichtig. Problemlose Hundebegegnungen beim Gassi sind kein Träumchen, sondern definitiv möglich.

 

Tanis mag zwar auch nicht jeden Hund, den er trifft, aber er ist im Umgang mit anderen Hunden so souverän, dass wir um ihn keine Angst haben müssen.

Foto mit einem Golden Retriever Welpen in der Hundeschule

3. Erziehung, Tipps und Übungen

Ihr lernt in einer Hundeschule nicht nur Befehle wie „Sitz“, „Platz“ oder „bei Fuß“. Ihr lernt beispielsweise auch, dass der Hund solange im „Sitz“ bleiben muss, bis Ihr ihn wieder frei gebt. Und Ihr übt es so lange, bis es wirklich klappt. Und zwar in einem Umfeld mit viel Ablenkung.

 

Richtig Treppenlaufen, damit es später keine gesundheitliche Probleme gibt, haben wir gelernt. Oder ich liebe die Befehle „weiter“ und „frei“. Man erhält in einer guten Hundeschule wirklich so viele Tipps und Hilfestellungen bei der Erziehung des Wuffis.

 

Oder die Korrekturen durch den Trainer sind Gold wert – von den Mut machenden Worten ganz zu Schweigen ;)

4. Austausch mit anderen Hundehaltern

In der Gruppe jammern, tut auch mal gut :) Nee Quatsch, aber der Austausch untereinander ist natürlich wichtig, und man erhält vielleicht den ein oder anderen Profi-Tipp vom Hundetrainer.

 

Vielleicht ergibt sich auch eine Übernachtungsmöglichkeit für Fiffi, auf die man ab und zu mal zurück greifen kann. Unsere Kinder haben ja auch immer mal wieder Übernachtungsgäste, oder :)

 

5. Verhaltensauffälligkeiten mit Unterstützung eines Profis lösen

Nicht jeder Hund ist gleich. Und was bei dem einen hilft, schlägt bei einem anderen überhaupt nicht an.

 

Tanis ist ein Hund, der sensibel auf Stimme reagiert. Wenn zu viel Druck in der Stimme ist, macht er nichts. Und wenn sie zu hell ist, macht er auch nichts. Mit ein bisschen Übung hatte ich das schnell im Griff.

 

Aber wir hatten auch Hunde in unserer Gruppe, die zu den üblichen Gruppenübungen immer noch gesondert Betreuung oder Unterstützung gebraucht haben.

 

Ein Hund war beispielsweise sehr ängstlich. Ein anderer war schon als Junghund sehr dominant.

Foto mit spielenden Welpen in der Hundeschule

Ich kann den Besuch einer Hundeschule zu 100% empfehlen. Natürlich kommt es auf die Hundeschule, die Trainer und die Methode an.

 

Meidet eine Hundeschule, die Hunde mit Druck erziehen. Ein oder zwei Probestunden können Euch Aufschluss bringen.

 

Mein Fazit: Erziehung ist definitiv gleich Freiheit. Je erzogener der Hund ist, desto freier kann er leben.

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